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Haus der bösen Lust (Edward Lee)

hdbl 1 1Verlag: Festa

Autor: Edward Lee

Titel: Haus der bösen Lust

Originaltitel: The Black Train

Lasst mich euch eine Geschichte erzählen von Justin Collier – einen Autor und TV-Star oder Sternchen, welcher sich mit Bier befasst und er ist gerade dabei ein neues Buch zu schreiben und ist auf der Suche nach einer letzten Biersorte für dieses Buch und so landet in dem Städtchen Gast. Dort in Gast bezieht er die Pension und wird da mit der lokalen Geschichte konfrontiert, die ziemlich düster und brutal ist, aber er muss auch erleben, dass das Haus. welches tief mit der lokalen Geschichte verwurzelt ist, einen recht lebhaften Einfluss auf Menschen hat. Es beschert einen nicht nur Albträume oder beherbergt Geister, sondern es macht einen auch verdammt geil.

Also ich muss ehrlich sagen, dass ich den letzten Punkt jetzt weniger schlimm finde, das mit den Geistern müsste ich jetzt dann aber auch nicht haben, aber ich glaube noch schlimmer wären die Albträume, weil dort geht es schon sehr heftig zur Sache, weil da geht es zurück in die Vergangenheit und da in Gast sind wirklich schlimme und brutale Dinge passiert. Ein kleiner Einblick – Sklaverei, Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Abschlachten von Schwangeren. Ist alles nicht ohne und das Ganze bekommt man auch so bei Rückblenden innerhalb der Geschichte zu lesen und dann geht es wieder zurück in die Gegenwart und hier wird ein bisschen Sex beigemischt und da drüber gesetzt ein gruseliges altes Haus, welches Einfluss auf die Menschen hat.

Klingt für sich ganz gut und ich hatte auch Hoffnung, dass es gut wird, weil es kommt von Edward Lee und wenn ich mich recht entsinne, hat der mich bis heute noch nicht enttäuscht, aber HAUS DER BÖSEN LUST da muss ich doch ziemliche Abstriche machen.

Die Geschichte an sich ist toll. Die hat alles was ich mag – dies seltsame Haus mit dieser bösen Hintergrundgeschichte, dann bisschen duselige sexuelle Inhalte, Grusel und paar Gewaltspitzen. Fühle ich mich gut bei unterhalten und auch die Zeitsprünge fand ich hier nicht nervig, weil immer wenn es in die Vergangenheit ging, konnte ich mich drauf verlassen, dass es jetzt böse wird. Alles schön, aber das Buch ist zu lang. Die Hälfte hätte es auch getan. Da wäre die Geschichte erzählt gewesen und gut, aber es wird sich zum Teil mit Belanglosigkeiten aufgehalten, weil Dinge beschrieben werden, die wir schon hatten und klar sind und das nervt mich, weil ich mir denke nun komm doch endlich zum Punkt.

Wie die Sache mit der Christin, die in sexueller Enthaltsamkeit lebt und dann will Collier sie doch ein bisschen befingern und dann ist Theater … pffft brauche ich nicht. Entweder ran an den Speck oder lass es. Diese Romanze, die sich da entwickelt, hätte ich nicht gebraucht. Ich bin hier wegen einer Horrorgeschichte und möchte das seltsame Kram lesen und nichts über irgendwelche Verliebten, die da sonntags früh in der Kirche sitzen und sich irgendeine Predigt über Wohltätigkeit anhören.

Wie gesagt an sich eine tolle Geschichte, aber unnötig aufgeblasen, was mich dann bisschen gelangweilt hat und ich muss auch sagen, dass das Ende für einen Edward Lee ein bisschen gewöhnlich ist. Ich dachte da haut er noch mal einen raus, aber nöö …

Fazit:
Vielleicht hatte ich andere Erwartungen oder Vorstellungen, aber am Ende hat es meinen Nerv nicht ganz getroffen. Wäre die Geschichte kürzer ausgefallen, wäre auch die Wertung höher ausgefallen.
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